:: apptech BPM
Elektronischer Datenaustausch und BPM
Der Informationsaustausch unter Marktpartnern soll nach Vorgaben der
Bundesnetzagentur durch den elektronischen Nachrichtenaustausch vereinfacht
werden. Die entsprechenden Systeme sind dabei sukzessive umzustellen.
Für die Nutzung des elektronischen Datenaustausches in Unternehmen bietet
sich der Einsatz von BPM (Business Process Management) Werkzeugen an. Dabei
steht BPM für die Schnittmenge von Fachlichkeit und Informationstechnologie, in
der mit umfassenden Methoden, Techniken und Werkzeugen das Design, die
Ausführung, die Kontrolle und Analyse operationeller Geschäftsprozesse unter
Einbeziehung von Menschen, Organisationen, Anwendungen, Dokumenten und weiteren
Informationsquellen erfolgt. applied technologies GmbH setzt als BPM Suite auf
die Microsoft Produkte Microsoft BizTalk Server und Microsoft SharePoint Server.
BPM INVOIC
Mit Einführung des Nachrichtenformates INVOIC innerhalb der
GPKE- und GeLi Gas-Prozesse entstand ein Datenfluss zur Übertragung von
Rechnungsdaten und Zahlungsanweisungen. Für die Prüfung, Freigabe und Erstellung
des Zahlungsavis sind dabei verschiedene Systeme (Abrechnungssystem,
FiBu-System) bzw. Fachabteilungen zuständig.
Die von applied technologies GmbH entwickelte BPM Lösung,
die gemeinsam mit Gashändlern und –Netzbetreibern erstellt wurde, stellt einen
dynamischen Workflow zur Abwicklung der INVOIC-Verarbeitung bereit.
Der Lieferant erhält eine INVOIC-Nachricht mit einer Rechnung. Zunächst ist eine
technische Prüfung über die darin genannte Zählpunktnummer durchzuführen. Dies
geschieht über die Anbindung eines Back-Office Systems (z. B. Abrechnung). Im
Falle einer ungültigen Zählpunktnummer erfolgt umgehend die Erstellung einer
negativen REMADV. Der Workflow endet hier. Im positiven Fall wird eine weitere
Prüfung von der Fachabteilung Abrechnung vorgenommen; diese prüft die
Korrektheit des geforderten Betrags. Die Rechnung kann auch an dieser Stelle
durch manuelle Eingabe abgelehnt werden.
In einem weiteren Schritt erfolgt zunächst eine Prüfung aus buchhalterischer
Sicht bevor die Avisierung (positiv oder negativ mit Angabe eines Grundes)
vorgenommen wird.
Die Avisierung wird in Form einer REMADV-Nachricht an den Netzbetreiber bzw.
Rechnungssteller übermittelt. Gleichzeitig erfolgt das Auslösen des
Zahlungsvorgangs bei der Bank.
Wird ein Workflow einem Benutzer bzw. einer Benutzergruppe zugeordnet (so ist
z. B. die Fachabteilung ‚Abrechnung‘ nach einer erfolgreichen Prüfung der
Zählpunktnummer für den Workflow zuständig), wird der jeweilige Benutzer bzw.
die Benutzergruppe automatisch per E-Mail informiert. Die E-Mail beinhaltet
dabei einen Link, über den der Anwender auf schnellstem Wege in den Workflow
einsteigen kann.
Der Freigabeprozess wird auf diese Weise vollständig und revisionssicher
abgebildet.
Durch eine flexible Schnittstelle können beliebige Back-Office Systeme
schnell und einfach angebunden werden.