:: Simulation/ Rekonstruktion
Gasbeschaffenheitsrekonstruktion
Das
System basiert auf dem Einsatz von Standard-Komponenten für die
Gasbeschaffenheitsrekonstruktion, so dass der Anteil an zu entwickelnder
Individualsoftware auf ein geringes Maß beschränkt bleibt.
Die
Rekonstruktion wird wahlweise mit den Produkten PSIganproda oder SIMONE (Liwacom)
ausgeführt, während die Daten-Kommunikation zwischen den Komponenten mit dem
Microsoft BizTalk Server abgewickelt wird.
Funktionsweise der modellbasierten Gasbeschaffenheits-Rekonstruktion
Durch die Implementierung eines mathematischen Modells der
Vorgänge beim Gastransport in einer Pipeline ist es möglich, die Fliesszustände
Druck und Fluss und daher auch die Geschwindigkeit des Gases an jedem Ort im
Pipelinenetz zu bestimmen. Durch ein zusätzliches Beobachtersystem für den Druck
wird eine bestmögliche Annäherung der Ergebnisse an den realen Prozess
ermöglicht.
Voraussetzungen für die modellbasierte Gasbeschaffenheitsrekonstruktion
Für eine valide Rekonstruktion gibt es unabdingbare
Voraussetzungen. Messtechnisch erfasst sein müssen:
- Alle Ein- und Ausspeisemengen
- Einige Druckmessungen für das Beobachtersystem
- Alle zu verfolgenden Gasbeschaffenheiten an den
Einspeisestellen
- Alle Schieberstellungen und Betriebsmodi der
Reduzierungen und Kompressoren
An den Ein- und Ausspeisestellen sind einige Besonderheiten
zu beachten. Im realen Netz können die Netzzugänge häufig reversibel betrieben
werden. Für die Modellierung ist dabei zu beachten, dass ein solcher Netzzugang
durch die zwei unterschiedlichen Modellelemente Einspeisung und Ausspeisung
darzustellen ist, da an Ausspeisestellen keine Gasbeschaffenheiten vorgebbar
sind. Für die Rekonstruktion muss jedoch jede Menge, die in das Netz eingespeist
wird, in seiner Beschaffenheit bekannt sein. Es sind daher an allen
Ausspeisestellen, die reversibel betrieben werden, Gasbeschaffenheitsmessungen
notwendig.