Manager bei der Produktionskontrolle, Produktionsmanagement

Mann mit Fernglas - Bauteilverfolgung

Bauteilverfolgung

Unter Bauteilverfolgung wird ein System verstanden, das als Aufgabe des Produktionsmanagements den Standort und Transportweg eines Bauteils verfolgt. Auf dem Weg zu Industrie 4.0 ist die Bauteilverfolgung eine elementare Komponente.

Der unserem Proof-of-Concept zugrunde liegende Ansatz ist pragmatisch und erfüllt unter Verwendung von Standard Microsoft Office Produkten seinen Zweck. Kern des Konzepts sind Microsoft SharePoint, Microsoft PowerApps und Microsoft PowerBI, mit denen kundenrelevante Aspekte wie Termintreue und Durchlaufzeit verfolgt werden können.

Grundlage für die Bauteilverfolgung sind hier Barcodes, die auf Teilen oder zugehörigen Transportbehältern anzubringen sind.

Prozess

Der Ablauf im Produktionsmanagement gestaltet sich wie folgt:

Aus einer Stückliste werden für den konkreten Auftrag die Barcodes gedruckt. Auf einem Label können ein oder mehrere Barcodes gedruckt werden, die Informationen wie TeileId oder Aufragsnummer enthalten kann.

Erfasst werden können prinzipiell alle Teile; also Rohmaterialien wie auch im Produktionsprozess neu entstehende Komponenten. Bei der Ankunft eines Teils an einer Bearbeitungsstation wird die TeileId gescannt. Das gleiche könnte beim Start der eigentlichen Bearbeitung oder Abschluss der Bearbeitung erfolgen.

Der Prozessablauf kann beliebig variiert werden.

Das erste Merkmal unserer Lösung ist die Nutzung eines Standard-Smartphones als Barcode Scanner. Als Barcode Scanner kann jedes Android oder iOS Device genommen werden. Microsoft stellt via PowerApps eine App bereit, welche wiederum kundenindividuelle Apps hosten kann. In unseren Fall die Lösung zum Scannen von Barcodes.

Jeder Scan erzeugt einen Eintrag in einem Datenspeicher z. B. einer SharePoint Liste. Zum Eintrag können weitere Informationen gespeichert werden wie Standort (Halle, Maschine, GPS Koordinaten, …) und Uhrzeit. Diese Laufzeitinfos stellen die eigentliche Datengrundlage für die Auswertungen und Analysen dar.

Zur sinnvollen Auswertung der Laufzeitdaten müssen weitere Daten ergänzt werden.

Auftragsdaten, Auftragspositionen/Produktdaten und Stücklisten sind adäquate Ergänzungen. Es spielt dabei keine Rolle wo die Daten herkommen, ob es z. B. ein oder mehrere IT Systeme sind. Auch Excel Listen erfüllen diesen Zweck. Die Verbindung der Daten erfolgt in einem PowerBI Modell. PowerBI stellt für die Datenanbindung eine große Anzahl von Datenquellen bereit. Eine vollständige Liste ist hier zu finden PowerBI Datenquellen. Das breite Angebot an verwendbaren Datenquellen stellt auch gleichzeitig das zweite wesentliche Merkmal der Lösung dar.

Für den Betrieb der Lösung sind folgende Microsoft Lizenzen erforderlich:

Office 365 Plan 1

PowerApps Plan 1

Power BI Pro

Fazit:

Die Lösung ist als Proof-of-concept gedacht und zeigt die Leistungsfähigkeit der Microsoft Cloud bereits mit einfachen Mitteln.

Für einen echtzeitnahen Produktionsprozess bietet sich leistungsfähigere Kommunikationstechnik wie z. B. Radio Frequency Identification (RFID) zur automatischen Identifikation beim Eingang der Bauteile an der Bearbeitungsstation. Auch, um damit eine lückenlose Transparenz im Produktionsmanagement zu schaffen.

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